Noch mehr Stress

Hey meine Lieben! Leider gibt es nicht wirklich Erfreuliches von meiner Seite aus zu berichten. Zwar habe ich ja in den letzten Monaten alles gemacht, um mir den Stress des Alltags vom Leib zu halten – ein Kurztrip nach Berlin, ein Ausflug in die Wellness-Oase und Ausspannen am See. Doch irgendwie schafft es dieser furchtbare neue Oberarzt, mich Tag für Tag zu terrorisieren. Ganz gleich, wie entspannt ich Morgens im Krankenhaus ankomme, am Ende meiner Schicht bin ich garantiert mit den Nerven am Ende. Ich habe jetzt versucht, meine Schichten so zu legen, dass ich kaum noch mit diesem furchtbaren Arzt zusammenarbeiten muss. Aber so ganz geklappt hat das nicht, denn als Oberarzt ist er leider so gut wie immer da.

Zur Zeit betreue ich auch eine ganz schlimme Patientin. Sie ist Witwe von einem Millionär, doch dieser hat ihr kaum etwas von seinem Vermögen überlassen. Mittlerweile kann ich gut verstehen, warum. Daher ist die Witwe auch nur gesetzlich krankenversichert und nicht mehr wie in den Jahren zuvor privat. Das hat sie mir bereits vier oder fünf Mal erzählt und sich dann darüber ausgelassen, dass eine gesetzliche Krankenversicherungen keiner Krankenversicherung gleich kommt und sie sich wie eine Patientin zweiter Klasse fühlt. Andauernd läutet sie Alarm wegen nichts. Heute etwa musste ich eine Biene aus ihrem Zimmer vertreiben und vor ihr einen Bissen von ihrem Schnitzel nehmen, um ihr zu beweisen, dass es genießbar ist. Mit ihrer Zimmernachbarin hat sie auch Streit, weil sich die beiden nicht auf einen Fernsehsender einigen können. Überhaupt wäre es ja eine Unverschämtheit, dass eine so gehobene Dame wie sie sich ein Zimmer mit einer Asozialen teilen müsste. Das waren ihre Worte.

Heute hat sie sich beim neuen Oberarzt über mich beschwert: Dass ich sie gar nicht ernst nehmen würde und hinter ihrem Rücken über sie lästern würde. Dass ich oftmals viel zu lange brauchen würde, um nach dem Rechten zu sehen, und dass das Essen meist schon kalt wäre, weil ich auf dem Gang bummeln und ihr zuletzt das Essen austeilen würde. Das gab natürlich einen riesigen Anschiss. Und der weitete sich zu einem richtigen Streit aus, weil ich die ganzen Vorwürfe schließlich nicht auf mir sitzen lassen wollte. Wollen wir mal sehen, wie lange ich diesen Stress noch ertrage!

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